1. Zuständigkeit für den Radverkehr
Derzeit gibt es im Landkreis Uelzen keine dauerhaft zuständige Stelle für den Radverkehr. Werden Sie sich als Landrat bzw. Landrätin für die Einrichtung einer Radverkehrsbeauftragten bzw. eines Radverkehrsbeauftragten oder einer vergleichbaren Stelle mit klaren Zuständigkeiten für Planung, Koordination, Fördermittelmanagement, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen?
2. RadReiseRegion Uelzen
Der Landkreis Uelzen ist als RadReiseRegion Uelzen zertifiziert. Werden Sie sich für den Erhalt dieser Zertifizierung einsetzen? Werden Sie das Konzept darüber hinaus weiterentwickeln und stärken? Bitte beantworten Sie beide Teilfragen jeweils mit Ja, Nein oder unter bestimmten Voraussetzungen und erläutern Sie Ihre Position kurz.
3. Koordination des Radverkehrs
Viele Verbesserungen im Radverkehr scheitern weniger an fehlenden Konzepten als an komplexen Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Straßenbaulastträgern. In anderen Regionen werden Planung, Unterhaltung und Beschilderung baulastträgerübergreifend an einer Stelle (z.B. auf Ebene des Landkreises) koordiniert. Können Sie sich ein solches Modell auch für den Landkreis Uelzen vorstellen? Bitte begründen Sie Ihre Antwort kurz.
4. Sichere Radverbindungen
Welche Maßnahmen halten Sie für besonders wichtig, um Schulwege sowie die Radverbindungen zwischen den Gemeinden und Ortschaften im Landkreis Uelzen sicherer und attraktiver zu machen?
5. Bedeutung des Radverkehrs
Welchen Stellenwert messen Sie dem Radverkehr künftig für Mobilität, Lebensqualität und Tourismus im Landkreis Uelzen bei?
6. Persönliche Schwerpunkte als Landrat/Landrätin
Als Landrat bzw. Landrätin leiten Sie die Kreisverwaltung und setzen politische Beschlüsse mit um. Welche konkreten Schwerpunkte möchten Sie während Ihrer Amtszeit setzen, um den Radverkehr im Landkreis Uelzen voranzubringen?
Die Zuständigkeit für die meisten Radwege liegt bei den Gemeinden. Der Landkreis ist zuständig für Radwege entlang von Kreisstraßen. Der Installation eines Radverkehrsbeauftragten (allein) auf Kreisebene begegne ich daher, wie generell der Installation von Beauftragten für als wichtig erkannte Aufgaben, mit einer gewissen Zurückhaltung. Mir persönlich ist ein fairer Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Gruppen von Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern wichtig. Um das hinzubekommen, erscheint es mir wichtig, die jeweiligen Interessenvertretungen in verkehrliche Überlegungen und Planungen auf und zwischen den angesprochenen Ebenen frühzeitig und qualifiziert einzubinden.
Ja und ja. Der Landkreis Uelzen hat sehr viel zu bieten, nicht zuletzt auch für Rad-Touristen. Ich halte es für wichtig, hier am Ball zu bleiben. Die
Zertifizierung kann dabei durchaus hilfreich sein.
Wichtig ist gute Kommunikation und Abstimmung insbesondere an den Schnittstellen, das heißt dort, wo Radwege von der Zuständigkeit des Straßenbaulastträgers in die Zuständigkeit des anderen Baulastträgers wechseln. Ob in einer ländlichen, eher dünn besiedelten Region wie der unseren die Vorteile des von Ihnen angesprochenen Modells wirklich greifen und angesichts unserer ja zurecht selbstbewussten Städte und Gemeinden wirklich hilfreich sein kann, bedarf meines Erachtens genauer Prüfung.
Aus meiner Sicht ist vorrangig sicherzustellen, dass die vorhandenen Wege in einem guten und sicheren Zustand sind. Darauf achtet der Landkreis in seinem Zuständigkeitsbereich. Die konsequente Abarbeitung der "Prioritätenliste Radwegebau" des Landkreises ist mir wichtig. Ob und wo genau es sinnvoll sein kann, das Radwegenetz darüber hinaus weiter zu verdichten, bedarf genauerer Prüfung, die auch im Blick haben muss, dass wir uns im Landkreis zeitgleich ja auch stetig an einem guten und verlässlichen ÖPNV arbeiten, was wir uns alle jährlich viele Millionen Euro kosten lassen. Mir erscheint wichtig, in – vermutlich länger andauernden – Zeiten „sehr knapper Kasen“ die richtigen Schwerpunkte zu setzen.
Ich denke, man muss differenzieren. In den großen ländlichen, dünnbesiedelten Räumen des Landkreises sind die Menschen auf den (e-)motorisierten
Individualverkehr angewiesen und werden es im Großen und Ganzen trotz eines verbesserten ÖPNV-Angebots auch bleiben. Durch E-Bikes gewinnt Radverkehr
aktuell "an Reichweite", auch für Berufspendlerinnen und -pendler. Entwicklungspotenzial sehe ich für und durch den Radtourismus im Landkreis. Bei
all dem sollte die demographische Entwicklung nicht aus den Augen verloren werden.
Mehr Radwege an Kreisstraßen, gute Übergänge im Radwegenetz zwischen den Radwegen verschiedener Träger, positive Entwicklung des Radtourismus sowie gute Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Fachverbänden/-leuten.
Ja, es braucht eine personelle Verankerung, zentrale Koordination und die Bündelung der Zuständigkeiten. Fahrradpolitik ist Zukunftspolitik, das Fahrrad ist ein zentraler Bestandteil eines guten Verkehrsmixes! Mit einer aktiven Fahrradpolitik können wir enorme Potentiale heben, dafür brauchen wir ein neues Miteinander bei der Fahrradpolitik im Landkreis Uelzen. Dazu gehört für mich auch die Einrichtung eines Radverkehrsbeauftragten beim Landkreis.
Wir setzen uns für den Erhalt der Zertifizierung als RadReiseRegion Uelzen ein und wollen das Konzept weiterentwickeln und stärken. Davon profitiert nicht nur der Tourismus. Die Zertifizierung ist für uns auch ein wichtiger Maßstab, um die Qualität des Radwegenetzes kontinuierlich zu verbessern sowie Radwege zu sanieren und auszubauen.
Genau das fordern wir mit unserem Antrag „Zukunft Radverkehr: Kreisweites Konzept für ein zusammenhängendes Radnetz im Landkreis Uelzen“ vom Juni 2026. Für die dauerhafte Umsetzung soll in der Kreisverwaltung eine eigene Koordinierungsstelle für Radverkehr eingerichtet werden. Sie soll zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger sein und Fördermittel auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene koordinieren und aktiv einwerben. Auch die Begleitung von Zertifizierungen können wir uns als Aufgabe dieser Stelle vorstellen.
Wir wollen Schulwege und die Radverbindungen zwischen Gemeinden und Ortschaften sicherer und attraktiver machen. Dafür haben wir in den vergangenen Monaten bereits zwei konkrete Anträge gestellt. Unser Vorschlag für einen transparenten Sanierungsplan für Radwege an Kreisstraßen, mit dem auch Schulwege gezielt hätten priorisiert werden können, wurde von der Mehrheitsgruppe aus CDU, UWG und FDP vor wenigen Wochen (Juni 2026) leider abgelehnt. Wir werden uns dennoch weiterhin dafür einsetzen.
Bei unserem zweiten Antrag für ein gemeindeübergreifendes Radwegenetz sind wir hingegen zuversichtlich, eine Mehrheit zu erreichen. Für uns ist klar: Die Qualität eines Radwegs darf nicht an der Gemeindegrenze plötzlich besser oder schlechter werden. Wir brauchen ein zusammenhängendes und gut ausgebautes Radwegenetz. Dazu gehört auch, Radwege abseits von Straßen auszubauen.
Der Radverkehr hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Von einem guten Radwegenetz profitieren Einheimische und Touristen gleichermaßen. Radwege müssen sicher, gut ausgebaut und attraktiv sein, damit sie im Alltag tatsächlich genutzt werden. Gleichzeitig nimmt der Fahrradtourismus weiter an Bedeutung zu und stärkt damit auch die regionale Wirtschaft. Allein in Niedersachsen wird dadurch jährlich eine Wertschöpfung von knapp 3 Milliarden Euro erzielt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass im Landkreis Uelzen in den vergangenen Jahren zu wenig für den Radverkehr getan wurde. Mit unseren aktuellen Anträgen wollen wir das ändern und den Radverkehr im Landkreis Schritt für Schritt besser aufstellen.
Für mich steht das Miteinander im Mittelpunkt. Wir brauchen einen Neustart in der Fahrradpolitik. Der Landkreis muss gemeinsam mit den Kommunen und weiteren Akteuren im Landkreis gezielt daran arbeiten, die Potentiale einer aktiven Radverkehrspolitik zu heben: Mit einem Radverkehrsbeauftragten, gemeinsamen Beteiligungsformaten und einem Plan für Ausbau und Sanierung. Es braucht endlich klare Ziele und ein neues Verständnis von Zusammenarbeit, dafür stehe ich!
Nein. Ich bin der Meinung, dass das zuständige Straßenbauamt diese Aufgabe mit erledigen kann. Hier bedarf es noch Verbesserungen - aber keine neue Stelle. Ich habe die Arbeit des Straßenbauamts beim Neubau des Radwegs Eddelstorf-Bohndorf als kompetent wahrgenommen.
Ja, ich würde mich für den Erhalt der Zertifizierung einsetzen und würde es begrüßen, wenn wir hierbei den ADFC als Fachverband mit einbinden könnten. Die Entwicklung des Konzeptes liegt momentan beim Heideregion Uelzen e.V. und wird damit von den Kommunen getragen. Ich bin hierbei gegen jeglichen Zuwachs von freiwilligen Aufgaben beim Landkreis. Eine Weiterentwicklung des Konzeptes sollte beim jetzigen Aufgabenträger oder weiteren Verbänden liegen.,
Eine Koordination an einer Stelle ist immer zu begrüßen, aber meist leider schwierig umzusetzen. Wir benötigen keine weiteren Konzepte, sondern das konsequente Umsetzen der Projekte. Prozesse vereinfachen und schneller machen, dafür setze ich mich nicht ein. Für zusätzliche Stellen beim Landkreis nicht.
Eine gute Kennzeichnung der Radwege und eine gute Instandhaltung. Hierbei müssen wir die bestehenden Radwege auf den neuesten Stand bringen. Ich halte die Bundesregelung, dass Radfahrer in Ortschaften zwingend auf der Straße fahren müssen für gefährlich und falsch - gerade in kleinen Dörfern - dies schafft an vielen Stellen mehr Gefahren zum Beispiel durch vermehrte Kreuzungen des Automobilverkehrs. Leider sind dies Bundesregelungen, die man als Landrat nicht ändern kann.
Einen höheren als in den letzten Jahrzehnten - deswegen muss die Infrastruktur ausgebaut und gepflegt werden.
Die zentralen Schwerpunkte sind:
Die Verwaltung effektiver und zielorientierter machen.
Prozesse vereinfachen und beschleunigen.
Offener für die Bürger werden.
Mehr Digitalisierung
Echte Veränderungen - die auch mal wehtun
Ja. Ich werde mich für eine dauerhaft zuständige Stelle für den Radverkehr im Landkreis Uelzen einsetzen – idealerweise in Form einer bzw. eines Radverkehrsbeauftragten mit klar definierten Kompetenzen.
Radverkehr darf keine Querschnittsaufgabe sein, für die sich am Ende niemand wirklich verantwortlich fühlt. Die Stelle sollte Planung und Koordination bündeln, Fördermittel aktiv akquirieren und verwalten, die Zusammenarbeit mit Kommunen und Straßenbaulastträgern verbessern sowie Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit organisieren. Mein Ziel ist: eine Anlaufstelle, klare Verantwortung und sichtbare Fortschritte.
Erhalt der Zertifizierung: Ja. Weiterentwicklung: Ja.
Die Zertifizierung als RadReiseRegion ist ein wichtiger Standortvorteil für den Landkreis Uelzen. Sie stärkt unseren Tourismus, unsere regionale Wertschöpfung und die Wahrnehmung des Landkreises über die Region hinaus.
Dabei darf es aber nicht beim Erhalt eines Zertifikats bleiben. Ich möchte die RadReiseRegion weiterentwickeln: durch attraktive und gut ausgeschilderte Routen, bessere digitale Angebote, sichere Verbindungen zwischen touristischen Zielen und eine stärkere Vernetzung mit Gastronomie, Übernachtungsbetrieben, Kultur und regionalen Angeboten.
Radverkehrspolitik und Radtourismus sollten stärker zusammengedacht werden. Davon profitieren Gäste ebenso wie die Menschen, die hier leben.
Ja. Ich kann mir ein baulastträgerübergreifendes Koordinationsmodell auf Ebene des Landkreises sehr gut vorstellen.
Für Radfahrende spielt es keine Rolle, ob eine Straße dem Landkreis, einer Gemeinde, dem Land oder einem anderen Träger gehört. Sie erwarten zu Recht eine durchgängige, sichere Verbindung.
Deshalb möchte ich die vorhandenen Zuständigkeiten nicht einfach infrage stellen, sondern besser koordinieren. Der Landkreis sollte eine stärkere Rolle als zentraler Moderator und Koordinator übernehmen – bei Planung, Priorisierung, Fördermitteln, Unterhaltung und Beschilderung. So können Lücken schneller erkannt und Projekte gemeinsam umgesetzt werden.
Besonders wichtig sind für mich sichere und durchgängige Alltagsverbindungen. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule.
Dazu gehören für mich:
sichere Radwege und Querungen an viel befahrenen Straßen, die Schließung wichtiger Lücken im Radwegenetz, sichere Schulradwege und Fahrradstraßen, wo sie sinnvoll sind, gute Beleuchtung an relevanten Stellen, sichere Abstellanlagen an Schulen, Bahnhöfen und öffentlichen Einrichtungen, eine konsequente Pflege und verständliche Beschilderung der Wege, sowie eine bessere Verbindung zwischen den Ortschaften und Gemeinden. Dabei möchte ich stärker nach dem Prinzip „Lückenschluss vor Leuchtturmprojekt“ vorgehen. Ein kurzer fehlender Abschnitt kann darüber entscheiden, ob eine Verbindung tatsächlich sicher und alltagstauglich ist.
Gerade bei Schulwegen sollten wir außerdem Kinder, Eltern und Schulen frühzeitig beteiligen. Wer täglich mit dem Fahrrad unterwegs ist, weiß häufig sehr genau, wo die Probleme liegen.
Der Radverkehr hat für mich einen hohen und künftig noch größeren Stellenwert.
Er ist nicht nur Tourismuspolitik. Radverkehr ist Verkehrspolitik, Klimaschutz, Gesundheitsförderung, Standortpolitik und ein Stück Lebensqualität.
Gerade im ländlichen Raum kann das Fahrrad eine wichtige Ergänzung zu Auto, Bus und Bahn sein – insbesondere in Kombination mit dem öffentlichen Nahverkehr und dem E-Bike. Nicht jeder Weg muss mit dem Auto zurückgelegt werden, aber dafür müssen die Alternativen auch sicher und attraktiv sein.
Für den Tourismus ist der Radverkehr ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die RadReiseRegion Uelzen bietet dafür eine hervorragende Grundlage.
Mein Ziel ist ein Landkreis, in dem Menschen gerne Fahrrad fahren – weil die Infrastruktur es ermöglicht und nicht weil sie trotz der Infrastruktur Fahrrad fahren.
Ich möchte den Radverkehr aus der Kategorie „wünschenswert“ in die Kategorie „verlässliche politische Aufgabe mit klarer Verantwortung“ bringen.
Dafür würde ich insbesondere folgende Schwerpunkte setzen:
Erstens: Verantwortung schaffen.
Eine dauerhaft zuständige Stelle für den Radverkehr einrichten und mit klaren Aufgaben und Kompetenzen ausstatten.
Zweitens: Prioritäten setzen.
Gemeinsam mit Kommunen und Straßenbaulastträgern die wichtigsten Lücken und Gefahrenstellen im Radwegenetz identifizieren und einen verbindlichen Maßnahmenplan entwickeln.
Drittens: Fördermittel konsequent nutzen.
Förderprogramme von Land, Bund und EU sollen systematischer genutzt werden. Gute Projekte dürfen nicht an fehlender Fördermittelkoordination scheitern.
Viertens: Schulwege priorisieren.
Kinder und Jugendliche sollen sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen können. Dafür möchte ich gemeinsam mit Schulen, Eltern, Gemeinden und Verkehrsbehörden konkrete Schulradwege und Sicherheitsmaßnahmen entwickeln.
Fünftens: Radverkehr und Tourismus verbinden.
Die RadReiseRegion Uelzen soll nicht nur erhalten, sondern zu einem noch stärkeren Bestandteil unserer regionalen Entwicklungs- und Tourismusstrategie werden.
Und schließlich möchte ich eine neue Kultur der Zusammenarbeit schaffen: Der Landkreis soll beim Radverkehr nicht nur verwalten, sondern koordinieren, antreiben und gemeinsam mit den Kommunen Lösungen umsetzen.
Mein Anspruch wäre dabei klar: Am Ende einer Amtszeit sollen die Menschen im Landkreis Uelzen konkret merken, dass sich beim Radverkehr etwas verbessert hat – durch mehr sichere Verbindungen, weniger Lücken und eine Verwaltung, die Verantwortung übernimmt.
1. RadReiseRegion
Der Landkreis Uelzen ist als RadReiseRegion Uelzen zertifiziert. Werden Sie sich für den Erhalt dieser Zertifizierung einsetzen? Werden Sie das Konzept > darüber hinaus weiterentwickeln und stärken? Bitte beantworten Sie beide Teilfragen jeweils mit Ja, Nein oder unter bestimmten Voraussetzungen und erläutern Sie Ihre Position kurz.
2. Koordination des Radverkehrs
Viele Verbesserungen im Radverkehr scheitern weniger an fehlenden Konzepten als an komplexen Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Straßenbaulastträgern. In anderen Regionen werden Planung, Unterhaltung und Beschilderung baulastträgerübergreifend an einer Stelle (Landkreis oder Region) koordiniert. Können Sie sich ein solches Modell auch für den Landkreis Uelzen vorstellen?
3. Schulwege
Welche Maßnahmen wollen Sie in der kommenden Wahlperiode ergreifen, um insbesondere Schulwege sowie die Radverbindungen zwischen den Gemeinden und Ortschaften im Landkreis Uelzen sicherer und attraktiver zu gestalten?
4. Bedeutung des Radverkehrs
Welchen Stellenwert messen Sie dem Radverkehr in der künftigen Entwicklung des Landkreises Uelzen bei? Bitte gehen Sie dabei insbesondere auf Mobilität, Lebensqualität und Tourismus ein.
Ja und Ja
Die Zertifizierung der RadReiseRegion Uelzen ist durch die Initiative der Heideregion Uelzen entstanden und sollte auch dort weiterentwickelt werden.
Die Samtgemeinden und Einheitsgemeinden sowie der Landkreis Uelzen finanzieren die Heideregion Uelzen auch aus diesem Grunde.
Nein, solch ein Modell können wir uns zurzeit nicht vorstellen, da die Interessen von den Gemeinden, Samtgemeinden und Einheitsgemeinden sowie Landkreis zu weit auseinanderlaufen.
Alle Beteiligten müssten sich erst auf ein gemeinsames Konzept sowie auf eine gemeinsame Finanzierung soll einer Bündelung einigen.
Der Landkreis Uelzen ist für die Radwege an den Kreisstraßen zuständig. Diese Zuständigkeit sollte der Landkreis nutzen um die vorhandenen Radwege in einem guten Zustand zuhalten oder zubringen.
Der Ausbau, der im Radwegekonzept des Landkreises in einer Prioritätenliste aufgeführten Radwege, soll zügig umgesetzt werden.
Der Radverkehr wird zunehmend an Bedeutung bei den drei genannten Punkten bekommen und sollte daher einen hohen Stellenwert im Landkreis haben.
Ein weiterer Ausbau des Radverkehrs ist daher im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten im Landkreis dringend geboten.
Wir setzen uns für den Erhalt der Zertifizierung als RadReiseRegion Uelzen ein und wollen das Konzept weiterentwickeln und stärken. Davon profitiert nicht nur der Tourismus. Die Zertifizierung ist für uns auch ein wichtiger Maßstab, um die Qualität des Radwegenetzes kontinuierlich zu verbessern sowie Radwege zu sanieren und auszubauen.
Genau das fordern wir mit unserem Antrag „Zukunft Radverkehr: Kreisweites Konzept für ein zusammenhängendes Radnetz im Landkreis Uelzen“ vom Juni 2026.
Für die dauerhafte Umsetzung soll in der Kreisverwaltung eine eigene Koordinierungsstelle für Radverkehr eingerichtet werden. Sie soll zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger sein und Fördermittel auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene koordinieren und aktiv einwerben. Auch die Begleitung von Zertifizierungen können wir uns als Aufgabe dieser Stelle vorstellen.
Wir wollen Schulwege und die Radverbindungen zwischen Gemeinden und Ortschaften sicherer und attraktiver machen. Dafür haben wir in den vergangenen Monaten bereits zwei konkrete Anträge gestellt. Unser Vorschlag für einen transparenten Sanierungsplan für Radwege an Kreisstraßen, mit dem auch Schulwege gezielt hätten priorisiert werden können, wurde von der Mehrheitsgruppe aus CDU, UWG und FDP vor wenigen Wochen (Juni 2026) leider abgelehnt. Wir werden uns dennoch weiterhin dafür einsetzen.
Bei unserem zweiten Antrag für ein gemeindeübergreifendes Radwegenetz sind wir hingegen zuversichtlich, eine Mehrheit zu erreichen. Für uns ist klar: Die Qualität eines Radwegs darf nicht an der Gemeindegrenze plötzlich besser oder schlechter werden. Wir brauchen ein zusammenhängendes und gut ausgebautes Radwegenetz. Dazu gehört auch, Radwege abseits von Straßen auszubauen.
Der Radverkehr hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Von einem guten Radwegenetz profitieren Einheimische und Touristen gleichermaßen. Radwege müssen sicher, gut ausgebaut und attraktiv sein, damit sie im Alltag tatsächlich genutzt werden. Gleichzeitig nimmt der Fahrradtourismus weiter an Bedeutung zu und stärkt damit auch die regionale Wirtschaft. Allein in Niedersachsen wird dadurch jährlich eine Wertschöpfung von knapp 3 Milliarden Euro erzielt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass im Landkreis Uelzen in den vergangenen Jahren zu wenig für den Radverkehr getan wurde. Mit unseren aktuellen Anträgen wollen wir das ändern und den Radverkehr im Landkreis Schritt für Schritt besser aufstellen.
Ja, Bündnis 90/die Grünen setzen sich für den Erhalt der Zertifizierung „RadReiseRegion Uelzen“ ein, denn die Zertifizierung ist essentiell für das touristische Angebot der Region.
Ja, wir setzen uns für eine Weiterentwicklung des Konzeptes entsprechend den Anforderungen des ADFC ein.
Wir setzen uns auch dafür ein, dass die Trägerschaft für die Zertifizierung auch dann im Landkreis Uelzen verbleibt, wenn die Tourismusorganisation Heideregion Uelzen in der Lüneburger Heide GmbH aufgehen sollte - damit sichergestellt ist, dass die notwendigen infrastrukturellen Aufgaben erledigt werden.
Verbesserungen im Radverkehr im Landkreis Uelzen scheitern eher an politischen Mehrheiten als an Zuständigkeiten. Zielführend halten wir eine jährliche Abstimmung der verschiedenen Straßenbaulastträger über geplante Maßnahmen. Die Kompetenz und Verantwortlichkeit sehen wir bei den Kommunen, die die Radwege auch unterhalten müssen und daher bei Investitionen die Entscheidungshoheit behalten sollten.
Beim Einwerben und Koordinieren von Fördermitteln sehen wir den Landkreis als unterstützender Wirtschaftsförderer in der Pflicht. Eine verbesserte Koordination und damit auch eine intensivere Kommunikation in Fragen der Planung und in Fachfragen befördert den Ausbau der Radinfrastruktur.
Den Schulwegen sollte bei der Planung von neuen Radwegen eine besondere Bedeutung zukommen, das gilt auch für Sanierungsmaßnahmen. Der bestehende Radwegeplan muss konsequent weiter umgesetzt und fortgeschrieben werden.
Auf Landkreisebene ist die eigene Zuständigkeit für Radwege zu klären, damit die Gemeinden bei der lokalen Radwegeplanung eine Anlaufstelle haben, um die überörtliche Fachkompetenz hinzuziehen können. Diese sollte die Entscheidung über gemeindliche Maßnahmen jedoch nicht übernehmen.
Einen sehr großen!
Der Stellenwert des Radverkehrs ist ohne Zweifel im Aufwind, gepusht durch Lastenräder und E-Bikes, durch die auch größere Distanzen im Landkreis schneller gemeistert werden. Nicht nur steigende Kraftstoffpreise bewegen Menschen, auf das Auto zu verzichten - für viele, nicht nur Seniorinnen und Senioren sondern inzwischen insbesondere auch viele jüngere Menschen, ist das Auto nicht mehr das Verkehrsmittel der ersten Wahl.
Die durchgehende und intakte Infrastruktur für den Radverkehr bewerten wir als ein vorrangiges politisches Ziel im Zusammenspiel mit einem besser ausgebauten ÖPNV, der die Mitnahme von Fahrrädern mitdenkt ebenso wie Bike-Sharing Angebote zum Beispiel an Bahnhöfen oder touristischen Orten - damit sich Kinder und Jugendliche sicher auf dem Schulweg und in ihrer Freizeit bewegen können, für ein MEHR für die Bürgerinnen und Bürger, im Alltag und auf dem Arbeitsweg sowie für den immer mehr wachsenden Radtourismus, den wir ausdrücklich fördern wollen, um die boomende Branche des Gesundheits- und Naturtourismus im ganzen Landkreis zu befördern.
Die Zertifizierung sollte aus unserer Sicht weiterhin aufrecht erhalten werden. Eine ausschließliche Zuständigkeit des Landkreises sehen wir allerdings kritisch. Zum Erhalt einer RadReiseRegion Landkreis Uelzen gehören viele Akteure, die hier geschlossen tätig sein müssen. Beispielhaft sei hier auf attraktive Übernachtungs- und Freizeitangebote hinzuweisen, die nur von Gewerbebetrieben und Gastronomie geschaffen werden können. Und natürlich bedarf es hierzu auch des Engagements der Gemeinden und Städte.
Des Weiteren sehen wir hier auch ein großes Handlungs- und Koordinationsfeld für Verbände wie z.B. dem ADFC.
Grundsätzlich würden wir eine Koordination aus einer Hand begrüßen. Aus der Erfahrung in anderen Kommunen bundesweit ist aber bekannt, dass die Idee in der Theorie gut klingt, in der Praxis aber auf viele Hindernisse trifft, die immer wieder in verschiedenen Konstellationen auftreten und eine Koordination faktisch unmöglich machen.
Letztlich würde es darauf hinauslaufen, dass eine zentrale Stelle die Aufgaben von Bund. Land, Landkreis und Gemeinden bündelt und von diesen dauerhaft mit der Zuständigkeit für die Maßnahmenumsetzung beauftragt und dauerhaft auskömmlich finanziert wird!
Allein schon aufgrund der finanziellen Situation aller Beteiligten erscheinen diese Grundparameter aktuell nicht realisierbar.
Eine alleinige Zuständigkeit des Landkreises Uelzen ohne finanzielle Beteiligung der anderen Straßenbaulastträger und ohne klare Entscheidungskompetenz für die dann beim Landkreis Uelzen angesiedelte Stelle werden wir nicht unterstützen.
Zu dieser Frage verweise ich zunächst auf das vorab bereits erwähnte Radverkehrskonzept an Kreisstraßen. Hier verfolgen wir seit langem das Ziel, diese überregionalen Radwege, die auch der Sicherheit auf Schulwegen dienen, schnellstmöglich umzusetzen.
Leider scheitert die Umsetzung oft schon an der finanziellen Situation der jeweils begünstigten Kommune.
Auf den Ausbau von Radwegen an Straßen anderer Baulastträger hat der Kreistag Uelzen keinen Einfluss. Insofern agieren wir als UWG im Kreistag dort, wo wir Zuständigkeiten begründen können.
Den Stellenwert des Radverkehrs in der Region schätzen wir sowohl für den Tourismus, aber vor allem auch für die tägliche Mobilität sehr hoch ein, was sich letztlich auch aus den vorstehenden Ausführungen ablesen lässt. Hierzu ist aber nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass der Ausbau nicht allein durch den Landkreis Uelzen zu gewährleisten ist.
Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung aller, die leider bisher kaum wahrnehmbar ist.
Insbesondere im touristischen Bereich ist festzustellen, dass die Zahl der Akteure, die sich aktiv in den Prozess einbringen, eher begrenzt ist. Und letztlich fehlen den Kommunen auch sehr oft die notwendigen finanziellen Mittel.
Ja, wir setzen uns für den Erhalt der Zertifizierung als RadReiseRegion Uelzen ein. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für den Landkreis und verbindet Tourismus, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Mobilität. Gerade für eine von Natur und Landwirtschaft geprägte Region bietet der Fahrradtourismus Chancen, ohne unsere Landschaft unnötig zu verändern.
Weiterentwicklung und Stärkung: Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Wir wollen das Konzept weiterentwickeln, wenn Maßnahmen einen nachvollziehbaren Nutzen für Einheimische und Gäste haben und wirtschaftlich vertretbar sind. Dazu gehören eine verlässliche und gut erkennbare Wegweisung, die Pflege bestehender Routen, die bessere Verknüpfung mit Gastronomie und touristischen Angeboten sowie eine gute digitale Information. Dabei steht Qualität für uns vor Quantität. Nicht jeder neue Radweg und nicht jede neue Infrastruktur ist automatisch sinnvoll. Investitionen müssen sich am tatsächlichen Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten orientieren.
Ja, wir können uns ein solches Modell vorstellen. Die heutige Aufteilung auf unterschiedliche Baulastträger darf nicht dazu führen, dass sinnvolle Verbesserungen jahrelang nicht umgesetzt werden. Wir befürworten deshalb eine stärkere Koordination auf Landkreisebene, insbesondere bei Netzplanung, Priorisierung, Beschilderung, Unterhaltung und der Abstimmung mit Gemeinden, Land und weiteren Straßenbaulastträgern. Dabei geht es uns nicht darum, Zuständigkeiten unnötig zu zentralisieren. Vielmehr sollte es eine klare Anlauf- und Koordinierungsstelle geben, die den Überblick über das kreisweite Radverkehrsnetz behält, Projekte zusammenführt und die Umsetzung beschleunigt. Entscheidungen über konkrete Maßnahmen sollten weiterhin möglichst nah an den jeweiligen Gemeinden und örtlichen Gegebenheiten getroffen werden.
Für uns haben sichere Schulwege höchste Priorität. Kinder und Jugendliche sollen möglichst selbstständig und sicher mit dem Fahrrad zur Schule gelangen können. Dafür wollen wir zunächst die besonders problematischen Schulwege und Querungsstellen im Landkreis systematisch erfassen und gemeinsam mit Schulen, Eltern, Gemeinden und Straßenbaulastträgern nach konkreten Lösungen suchen.
Unsere Schwerpunkte dabei sind für uns:
- die Beseitigung von Gefahrenstellen und unübersichtlichen Querungen,
- sichere und gut erkennbare Radverbindungen zu Schulen,
- die Schließung wichtiger Lücken im Radwegenetz,
- eine regelmäßige Kontrolle und Unterhaltung bestehender Radwege,
- eine verständliche und durchgängige Beschilderung,
- sowie sichere Verbindungen zwischen den Ortschaften und Gemeinden, wo ein entsprechender Bedarf besteht
Der Radverkehr hat für uns einen hohen Stellenwert, allerdings als Bestandteil eines insgesamt leistungsfähigen und vielfältigen Mobilitätsangebots. Im ländlich geprägten Landkreis Uelzen brauchen die Menschen unterschiedliche Verkehrsmittel. Fahrrad, Auto, Bus und Bahn müssen sinnvoll zusammenspielen. Ideologische Vorgaben helfen dabei weniger als gute und alltagstaugliche Lösungen. Für die Mobilität kann das Fahrrad insbesondere auf kurzen und mittleren Strecken eine attraktive Alternative sein. Sichere Verbindungen zu Schulen, Ortszentren, Bahnhöfen und Einrichtungen des täglichen Lebens erhöhen die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. Besonders wichtig ist uns dabei die Kombination verschiedener Verkehrsmittel, etwa durch gute Fahrradabstellmöglichkeiten an Bahnhöfen und Haltestellen.
Für die Lebensqualität bedeutet guter Radverkehr mehr Bewegungsfreiheit, insbesondere für Kinder und Jugendliche, aber auch für Menschen, die nicht Auto fahren können oder wollen. Gleichzeitig kann eine attraktive Fahrradinfrastruktur dazu beitragen, Ortskerne zu beleben und die Erreichbarkeit von Geschäften und Dienstleistungen zu verbessern.
Für den Tourismus ist das Fahrrad ein wichtiger Standortfaktor. Die RadReiseRegion Uelzen nutzt bereits die Stärken unseres Landkreises wie etwa unsere abwechslungsreiche Landschaft, die durch Landwirtschaft, Wälder und Natur geprägt ist. Wir wollen diese Stärke nutzen, ohne sie zu verbrauchen. Radverkehrspolitik muss deshalb für uns immer auch Landschaftsschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Fläche berücksichtigen.
Wir wollen den Radverkehr daher dort stärken, wo er den Menschen konkret nutzt, die regionale Wirtschaft unterstützt und die Lebensqualität erhöht und dabei unsere landwirtschaftlich und naturräumlich geprägte Region bewahren.
Zum Erhalt der Zertifizierung: Ja. Zur Weiterentwicklung/Stärkung: Wenn es die Prioritäten (etwa Umwelt- & Tierschutz) zulassen und gute Ideen vorliegen; warum nicht?
Radtourismus fördert körperliche Aktivität, die Wertschätzung lebendiger Landschaften und ist umweltschonend - mit einem Worte: zeitgemäß.
Ja, an Koordinationsmängeln sollten Verbesserungen nicht scheitern.
Neben der Stärkung des ÖPNV sollen die Radverkehrsanlagen möglichst lückenlos und übersichtlich ineinander übergehen. Wo möglich und sinnig, sollen weitere Fahrradstraßen eingerichtet werden.
Kinder und Jugendliche sollten ohne Unbehagen oder allzu besorgte Eltern mit dem Rad zur Schule fahren können.
Mindestens innerorts stehen Rad- und Fußverkehr an erster Stelle, weil sich damit Platzverbrauch, Abgas-, Feinstaub- und Lärmbelastung verringern lassen, was - zusätzlich zum Klimaschutz - allen unmittelbar zugutekommt.
Zwischen den Gemeinden soll der ÖPNV eine immer größere Rolle einnehmen, mitunter zu freizeitlichen Zwecken aber durch angenehme Radverbindungen ergänzt bleiben bzw. werden.
gerne beantworte ich ihre Fragen i.S. RadReiseRegion Uelzen.
Ja / Ja
Ja, ein zuverlässiger „Ansprechpartner“ reicht!
Eine sehr komplexe Frage. Priorität ist die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen. Dazu sind Schulwege systematisch gemeinsam mit Schule, Gemeinden und ADFC auf gefährliche Stellen zu überprüfen und diese umgehend zu beseitigen. Die FWS hat z.B. den Lückenschluss / Fertigstellung der Radweges Suderburg - Stadensen auf ihrer Agenda.
Der Radverkehr im LK Uelzen (ländlich geprägt) muss als alltagstaugliche Alternative zum Auto gestärkt werden. Der Ausbau und die Unterhaltung sollten dabei hohe Priorität besitzen.
1. Radverkehrsbeauftragte/r
Derzeit gibt es in der Hansestadt Uelzen keine dauerhaft zuständige Stelle für den Radverkehr. Werden Sie sich für die Einrichtung einer Radverkehrsbeauftragten bzw. eines Radverkehrsbeauftragten oder einer vergleichbaren Stelle mit klaren Zuständigkeiten für Planung, Koordination, Fördermittelmanagement, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen?
2. Maßnahmen für besseren Radverkehr
Die Hansestadt Uelzen erhielt beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test erneut die Gesamtnote 4,2. Besonders kritisch wurden die Verkehrssicherheit, das Miteinander im Straßenverkehr sowie Zustand und Qualität der Radverkehrsanlagen bewertet. Welche drei konkreten Maßnahmen wollen Sie in der kommenden Wahlperiode umsetzen, um die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs in Uelzen spürbar zu verbessern?
3. Umsetzung des Mobilitätskonzeptes
Das Mobilitätskonzept der Hansestadt sieht den Aufbau von Radvorrangrouten sowie eines sicheren und durchgängigen Radverkehrsnetzes als zentrale Maßnahmen vor. Werden Sie sich für eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen einsetzen, auch wenn hierfür Straßenraum oder Parkflächen zugunsten sicherer Radverkehrsanlagen neu aufgeteilt werden müssen?
4. Koordination des Radverkehrs
Viele Verbesserungen im Radverkehr scheitern weniger an fehlenden Konzepten als an komplexen Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Straßenbaulastträgern. In anderen Regionen werden Planung, Unterhaltung und Beschilderung baulastträgerübergreifend an einer Stelle (Landkreis oder Region) koordiniert. Können Sie sich ein solches Modell auch für den Landkreis Uelzen vorstellen?
Die CDU-Fraktion wird die Schaffung einer neuen Stelle nicht unterstützen. Die Verwaltung ist in der für den angesprochenen Themenkreis zuständigen Abteilung auskömmlich ausgestattet und muss diese Aufgaben als Geschäft der laufenden Verwaltung erledigen.
Die Situation um den Tunnel am Bohldamm muss dringend verbessert werden. Insbesondere weil die Brücken am Bahnhof in den nächsten Jahren immer wieder nicht passierbar sein werden.
Der Kreisverkehr am Hammersteinplatz ist in der nächsten Wahlperiode ein Schwerpunktthema. Diesbezüglich muss ein Verkehrskonzept erarbeitet werden, bevor der zentrale Einfahrtspunkt in die Innenstadt für den Neubau gesperrt wird. In dieses müssen die Bedürfnisse aller Verkehrsarten aufgenommen werden. Dies hat die CDU-Fraktion der Verwaltung für die Planung der Bauarbeiten mit auf den Weg gegeben. Berücksichtigt werden muss hierbei der gesamte Bereich mit allen Zufahrtsstraßen.
Für den Bereich der Fahrradvorrangroute Lindenstraße müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der gesamte Radverkehr hierüber läuft, auch die Anfahrt zum Lessinggymnasium. Hierzu wird man den Radweg entlang des alten „Ostringes“ zurücknehmen müssen. Die Radfahrenden müssen einen sicheren Weg zurücklegen, auch wenn er etwas länger ist. Der Aus- bzw. Umbau der Radvorrangroute von Oldenstadt durch das Meyerholz muss ebenfalls erfolgen.
Die CDU-Fraktion hat das Mobilitätskonzept abgelehnt. Das bedeutet nicht, dass wir für Einzelmaßnahmen nicht offen sind. Wir sind in der Neuaufteilung zum einen durch enge Straßen und Wege begrenzt und zum anderen durch die Haushaltslage. Die Hansestadt wird es sich gar nicht leisten können, in kurzer Zeit viele Verkehrswege umzubauen. In den nächsten fünf Jahren wird viel mehr priorisiert werden müssen, um finanziell „über die Runden zu kommen“. Da werden die Maßnahmen sich auf Bereiche konzentrieren, die sowieso überplant werden (z.B. Hammersteinkreisverkehr).
Das kann sich die CDU-Fraktion nicht vorstellen. Die Interessen im Landkreis Uelzen sind viel zu heterogen, als dass eine solche Maßnahmen einen Mehrwert versprechen. Eine Steuerung aus der Landkreisverwaltung über Belange der Hansestadt würde die Fraktion in jedem Fall ablehnen.
Die Verbesserung des Radverkehrs ist ein zentraler Baustein zur Umsetzung der Verkehrswende. Dafür ist eine ganzheitliche Mobilitätspolitik notwendig, die den Rad- und Autoverkehr mit dem ÖPNV abstimmt und Raum für Fußgängerinnen und Fußgängern schafft. Die SPD hat daher bereits in der laufenden Ratsperiode die Einrichtung der Stelle für eine Mobilitätsmanagerin bzw. einen Mobilitätsmanager unterstützt, wie sie das Mobilitätskonzept empfiehlt. Diese Stelle ermöglicht eine ganzheitliche Umsetzung verkehrspolitischer Maßnahmen, die die Belange des Radverkehrs befördert.
Die SPD hat sich bereits in der laufenden Ratsperiode für die konsequente Einrichtung der ersten Radvorrangroute von Oldenstadt ins Zentrum der Hansestadt eingesetzt, die derzeit umgesetzt wird. Wir wollen das Netz der Radvorrangrouten weiter ausbauen und in der kommenden Ratsperiode den Ausbau der Verbindung von Westerweyhe ins Zentrum in Angriff nehmen. Am Hundertwasserbahnhof wollen wir die Fahrradstellplätze weiter sicher gestalten und ausbauen. Bei zukünftigen Straßenausbaumaßnahmen sollen nicht nur die Belange des Autoverkehrs berücksichtigt werden. Vielmehr soll dabei auch der Radverkehr attraktiv gestaltet werden.
Ja, wir wollen die Radvorrangrouten weiter ausbauen. Darin sehen wir auch eine große Chance, nach Beendigung der Sanierung der Bahnhofsbrücken die frühere verkehrskritische Situation in der Bahnhofsstraße und vor allem in der engen Unterführung durch geeignete Maßnahmen zu entschärfen. Wir wollen Uelzen zu einer für den heimischen und touristischen Radverkehr attraktiven Hansestadt weiterentwickeln.
Uelzen ist keine Insel, sondern zentraler Anlaufort für den Fahrradtourismus in der Region. Die Abstimmung mit dem Landkreis bei der regionalen Gestaltung des Radverkehrs ist zentral für verkehrliche und touristische Entwicklung der Hansestadt. Wir nehmen die Anregung daher gern auf, Radverkehrmaßnahmen mit dem Landkreis bzw. den Nachbargemeinden abzustimmen.
Ein klares Ja - als dauerhafte Vollzeitstelle. Konkrete Fehlplanungen, etwa im Bereich der Agentur für Arbeit, zeigen, dass der Radverkehr heute noch viel zu oft vergessen oder erst nachträglich berücksichtigt wird. Deswegen setzen wir uns auch zusätzlich für ein Fahrradforum ein, in dem neben den Parteien auch die Öffentlichkeit und alle relevanten Akteure beispielsweise ADFC, Verkehrswacht und Polizei, beteiligt werden.
Erstens wollen wir das Radvorrangroutennetz konsequent weiterbauen: Mit der Fahrradstraße Lindenstraße haben wir die Route Oldenstadt–Innenstadt bereits umgesetzt, die weiteren Routen des Mobilitätskonzepts müssen nun folgen.
Zweitens setzen wir uns für mehr Tempo 30 innerhalb der geschlossenen Ortschaften ein. Drittens wollen wir Hinweistafeln zum vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern beim Überholen von Radfahrenden; die Schilder sollen regelmäßig ihren Standort wechseln, damit sie immer wieder neu wahrgenommen werden.
Und wir wollen ein Fahrradforum einrichten, in dem solche Maßnahmen neu entwickelt und deren Umsetzung dauerhaft begleitet werden.
Ja! Das Mobilitätskonzept selbst hält eine Umverteilung von Flächen zulasten des Kfz-Verkehrs ausdrücklich für notwendig und hinnehmbar – wir stehen zu diesem Ratsbeschluss. Zudem setzen wir uns für einen verbindlichen Zeit- und Prioritätenplan für diese Maßnahmen ein.
Für die Hansestadt Uelzen gilt: Verbesserungen für den Radverkehr scheitern bisher vor allem an politischen Mehrheiten, nicht an Zuständigkeiten oder fehlenden Konzepten. Eine baulastträgerübergreifende Koordination von Planung, Unterhaltung und Beschilderung beim Landkreis kann darüber hinaus sinnvoll sein – vorausgesetzt, eigene Planungen der Kommunen werden dadurch nicht verzögert oder ausgebremst.
Nein. Für diesen Themenkomplex gibt es ausreichend Personal in Planung und Bau, die sich mit dem Thema beschäftigen. Unglücklich war allerdings die Zuordnung zum Umweltausschuss. Die damit verbundene Zuordnung in der Sachbearbeitung hat sich nicht bewährt. Für mehr Personal ist schlicht und einfach kein Geld vorhanden.
Wir haben schon vor Jahren den Beschluss gefasst, dass Radvorrangrouten geschaffen werden sollen. Dieses Projekt hat jetzt erst seinen Anfang genommen(allerdings mit einer Situation, die nicht auf unser Einvernehmen stößt) und sollte fortgeführt werden. Mehr wird nicht möglich sein.
Wenn sie tatsächlich in die Umsetzung kommen, wird das dann notwendig und zu akzeptieren sein.
Natürlich ist das vorstellbar. Die Erfahrungen sagen allerdings, dass die möglichen Partner in diesem Landkreis dazu nicht fähig sein werden, weil jeder den sofortigen Nutzen für sich sucht. Für die Vorrangliste zum Bau von Fahrradwegen haben wir im Landkreis annähernd 2 Jahre gebraucht. Gebaut wurden 4 Radwege. Angesichts der vor uns liegenden Aufgaben fällt es schwer zu glauben, dass sich die Situation gravierend ändern wird.
Eine Ausweitung des Beauftragtenwesens führt zu zusätzlichen Mehrkosten für die Bürgerinnen und Bürger. Auf Bundesebene sind die Kosten hierfür bspw. von 49 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 89 Mio. Euro in 2026 massiv angestiegen. Die Uelzener Stadtverwaltung ist daher aufgefordert, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel für ein ausbalanciertes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer (Straße, Bahn, Radwege etc.) zu sorgen. Bei interkommunalem Vergleich fällt auf, dass Kommunen mit zentralen Einheiten für das Fördermittelmanagement oftmals schneller und besser die passenden Förderprogramme finden und entsprechende Fördermittel beantragen.
Die Stadt Uelzen verfügt über eine Unfallkommission für die Stadt und den Landkreis. Die Kommission ist ein gemeinsames Gremium aus Straßenverkehrsbehörden, Polizei und Straßenbaulastträgern. Sie analysiert Unfallschwerpunkte, wertet Unfallkommission-Daten aus und beschließt bauliche sowie verkehrsrechtliche Maßnahmen. Die Unfallkommission soll aufgefordert werden, die im ADFC-Fahrradklima-Test besonders kritischen Punkte einer Gefahrenanalyse zu unterziehen und gegebenenfalls Abhilfemaßnahmen vorschlagen.
Das Nachhaltige Mobilitätskonzept 2023 der Hansestadt Uelzen schlägt als einen zentralen Baustein den systematischen Auf- und Ausbau von insgesamt fünf Radvorrangrouten vor. Bei dieser Umsetzung ist auf einen Ausgleich der Interessen sowie die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu achten. Darüber hinaus ist ein gut funktionierender Verkehr (bspw. Liefer- und Kundenverkehr) auch für die positive Entwicklung der Uelzener Wirtschaft und damit den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region von Bedeutung.
Ja, wir können uns ein solches Modell vorstellen. Die heutige Aufteilung auf unterschiedliche Baulastträger darf nicht dazu führen, dass sinnvolle Verbesserungen jahrelang nicht umgesetzt werden. Wir befürworten deshalb eine stärkere Koordination auf Landkreisebene, insbesondere bei Netzplanung, Priorisierung, Beschilderung, Unterhaltung und der Abstimmung mit Gemeinden, Land und weiteren Straßenbaulastträgern. Dabei geht es uns nicht darum, Zuständigkeiten unnötig zu zentralisieren. Vielmehr sollte es eine klare Anlauf- und Koordinierungsstelle geben, die den Überblick über das kreisweite Radverkehrsnetz behält, Projekte zusammenführt und die Umsetzung beschleunigt. Entscheidungen über konkrete Maßnahmen sollten weiterhin möglichst nah an den jeweiligen Gemeinden und örtlichen Gegebenheiten getroffen werden.
Eine verlässliche Koordination des Radverkehrs und klare Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung halten wir grundsätzlich für sinnvoll. Ob hierfür eine eigenständige Stelle geschaffen werden sollte oder die entsprechenden Aufgaben innerhalb bestehender Verwaltungsstrukturen gebündelt werden können, möchten wir anhand des tatsächlichen Bedarfs, der vorhandenen Strukturen und der damit verbundenen Kosten bewerten.
Aus unserer Sicht sollte der Schwerpunkt insbesondere auf sicheren und durchgängigen Radverbindungen, der Verbesserung bestehender Radwege sowie der Entschärfung problematischer und unübersichtlicher Verkehrssituationen liegen. Vorrang sollten für uns Maßnahmen haben, die einen konkreten Sicherheitsgewinn bringen und im Alltag tatsächlich zu Verbesserungen führen.
Die im Mobilitätskonzept enthaltenen Vorschläge für ein sicheres und durchgängiges Radverkehrsnetz sehen wir als wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. Bei der konkreten Umsetzung möchten wir jedoch die jeweilige Situation vor Ort betrachten und die Interessen aller Verkehrsteilnehmer sowie von Anwohnern, Gewerbe und Innenstadt berücksichtigen. Veränderungen des Straßenraums sollten deshalb nicht pauschal erfolgen, sondern dort, wo sie sinnvoll, verhältnismäßig und für die konkrete Situation die beste Lösung sind.
Eine bessere Abstimmung zwischen Stadt, Landkreis und den weiteren zuständigen Straßenbaulastträgern halten wir grundsätzlich für sinnvoll. Ob dafür eine zentrale Koordinierungsstelle erforderlich ist oder bestehende Strukturen und Abstimmungsprozesse verbessert werden können, sollte gemeinsam mit den beteiligten Stellen geprüft werden. Entscheidend ist für uns nicht die organisatorische Form, sondern dass sinnvolle Maßnahmen möglichst unkompliziert und verlässlich umgesetzt werden können.
Grundsätzlich möchten wir kommunalpolitische Entscheidungen nicht danach treffen, welches Verkehrsmittel bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Entscheidend ist für uns, welche Lösung an der jeweiligen Stelle für Uelzen tatsächlich funktioniert. Gute Mobilität bedeutet für uns deshalb, Sicherheit, Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität miteinander zu verbinden und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in unserer Stadt angemessen zu berücksichtigen.
Ja. Idealerweise gelänge es, ohne gänzlich neue Stelle einem Verwaltungsmitglied diesen Auftrag zur Hauptaufgabe werden zu lassen.
Prüfung und Einrichtung weiterer Fahrradstraßen; Sanierung bedürftiger Radverkehrsanlagen (jedoch möglichst ohne hineingewurzelte Bäume zu beseitigen); bei Bedarf Errichtung weiterer Fahrradstellplätze.
Ja. Wenn mehr Menschen häufiger das Rad verwendeten, würde das die Abgas-, Feinstaub- und Lärmbelastung verringern und Platz sparen, was - zusätzlich zum Klimaschutz - allen zugutekäme.
Ja, an Koordinationsmängeln sollten Verbesserungen nicht scheitern.
Ich würde mich für die Einrichtung einer vergleichbaren Stelle mit Zuständigkeiten für Planung, Koordination, Fördermittelmanagement, Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen.
Bau von mehr Fahrraständern; Ausbau des Radweges "An der Zuckerfabrik" zwischen Polizei und Radweg nach Lüneburg auf der li. Seite; Bau eines Kreisels auf dem Ostring für die Fahrradstr. aus Oldenstadt.
Würde mich für die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes einsetzen.
Halte dieses Modell für sinnvoll.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 230.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.
weiterlesenRadfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein.
Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen und Ökostrom-Unternehmen ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.
weiterlesenMenschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs.
weiterlesenDie Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.
Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen.
weiterlesenDas Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.
weiterlesenMit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Außerdem finden Sie eine Vielzahl von ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden und direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521/59 55 40, E-Mail: bestellung [at] bva-bielefeld.de) oder bequem auf www.fahrrad-buecher-karten.de.
Ganz gleich, für welches Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Kaufvertrag kann vor dem Hintergrund eventueller Reklamationsansprüche oder sonstiger Gewährleistungsfragen hilfreich sein. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten. Deshalb haben wir hier eine Vorlage für einen Musterkaufvertrag für Gebrauchträder zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, böse Überraschungen zu vermeiden.
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